Hamich gehörte zu einem der am stärksten zerstörtesten Orte auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Langerwehe. Das kleine Walddorf wurde aufgrund der Nähe zur strategisch wichtigen Höhe 232 mit in die Kampfhandlungen hineingezogen. Am 16. November 1944 griffen die  Amerikaner von Schevenhütte aus durch den Daenswald in Richtung Hamich an. Die erste US Angriffswelle wurde bereits nach wenigen hunderten Metern im Daenswald durch das starke deutsche Abwehrfeuer vernichtet. Auch die zweite Welle erlitt erhebliche Verluste. Nachdem die Amerikaner den Ort erreicht hatten, entbrannten heftige Kämpfe um die Häuser und Gehöfte des Ortes.

Ein besonderes Bollwerk bildete die Höhe 232 nordwestlich von Hamich. Die Amerikaner schreiben dazu: Wer die Höhe 232 hat, der hat Hamich! Im Umfeld der Höhe 232 fand sich ein gut ausgebautes dt. Stellungssystem. Durch Stollen und Schächte aus den Zeiten wo hier Bergbau betrieben wurde, waren diese Stellungen miteinander verbunden. Die Kämpfe steigerten sich hier so, dass an einem Tag ein die komplette VII. US Corps Artillerie, sowie die Artillerieabteilungen der 1st Infantry Division ihr gesamtes Feuer auf diese Höhe konzentrierten. Trotzdem wichen die dt. Verteidiger nicht zurück.

Erst durch den Einsatz von Panzern und Flammenwerfern konnten die deutschen Verteidiger von der Höhe vertrieben werden.


Bei Hamich fand die größte Panzerschlacht während der Kämpfe im Hürtgenwald statt. Nach dem Krieg standen für viele Jahre ausgebrannte und zerstörte Panzer auf den Wiesen und Feldern rund  um den Ort. Mitten im Ort Hamich hatten die Amerikaner einen dt. Panther Panzer in einen Bombenkrater geschoben (siehe Foto oben).